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Montag, 9. Januar 2012

Gedanken.

Manchmal weiß man nicht, welchen Weg man einschlagen soll.
Manchmal steht man vor einer großen Kreuzung und fragt sich welche Straße die richtige sein wird. 
Richtig? Gibt es das überhaupt im Leben?
Vor 2 Jahren (wie die Zeit vergeht) stand ich vor so einer Entscheidung.
Nach meiner Ausbildung entschied  ich mich für ein Studium.. Grundschullehramt. 
Ich wollte einfach mehr. Mit einem guten Abi dachte ich, muss ich einfach studieren gehen. Gesagt getan.
Ich schrieb mich ein und studierte. Die ersten beiden Semester waren hart. Viel zu lernen, 9 qm WG-Zimmer. Lernen, essen, schlafen.
Und das erste Mal weg von zuhause.
Keine Zeit, mich zu fragen „Willst du das so?“.
Dann kamen die ersten Praktika und an mir nagten langsam Zweifel. Schule?
Willst du das wirklich? Ich machte weiter. Noch nie hatte ich den Kopf in den Sand gesteckt.
Ich habe immer gekämpft. Schon in der Grundschule. Also weiter machen. 
Ich kam ins dritte Semester und allmälich merkte ich, dass irgendetwas nicht passte.
Ich schrieb weiter Klausuren, schrieb gute Noten. Und trotzdem war ich unglücklich.
Ich konnte nicht mehr. Wollte nicht mehr. Mein Kopf sagte etwas anderes als mein Bauch.
So quälte ich mich von Vorlesung zu Vorlesung. Zu Hause bleiben kam für mich nicht in Frage. 
Bis ich eines Abends gar nicht mehr konnte. Ich weinte und weinte.
Setze mich in den Bus und fuhr nach Hause. Zu meiner Familie.
Und weinte immer weiter.
Da wusste ich, dass ich aufhören musste. 
Es ging nicht mehr. 
Mittlerweile arbeite ich wieder seit 1 ½ Jahren in meinem Beruf.  „Nur“ als Erzieherin. Und ich bin glücklich. Mal sehen, vielleicht mache ich noch mal etwas Neues. 
Aber nur, wenn ich wirklich will.  
Nicht wegen der Anerkennung anderer, nicht wegen dem Geld, nicht weil ich Abitur habe, sondern wegen mir selbst.

3 Kommentare:

  1. Du hast vollkommen Recht! Ich studiere ja selber Lehramt und wenn man das nicht wirklich will, dann wird man einfach nicht glücklich. Mir gefällt es zum Glück super gut. Aber ich finde es toll, dass du wieder in deinem alten beruf arbeitest. Und was heißt hier "nur" Erzieherin.
    Ich habe auch zwei Freundinnen, beide mit super Abitur, die eine meinte auch, sie müsste Psychologie studieren aufgrund ihres Abischnittes, aber nach dem ersten Semester hat sie auch aufgehört. Die andere Freundin hat gleich eine Ausbildung zur Hebamme gemacht. Und sowas finde ich toll. Einfach das machen, was einem gefällt und glücklich macht. Ich wünsche dir noch viel Freude und alles Gute in deinem Beruf.
    Liebe Grüße, Carina

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  2. Ich muss mich anschließen :)total recht... schön dass du dein Erlebnis mit uns teilst...
    Ich glaube so etwas kennt jeder, das man sich falsch entscheidet, weil man nicht bei sich selbst ist, oft nur den anderen gefallen will.

    Ich bin der Meinung, es ist egal welchen Beruf man ausübt, man soll Ihn nur mit Freude machen. Den wenn die Freude da ist ist man selbst und die Arbeit geht einem von der Hand als wäre man mit der Fähigkeit schon geboren. Wie bereichernd ist es dann für dein Gegenüber, wenn du deine Sache mit dem Herzen machst :)

    Alles Liebe
    Lubi

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  3. Hallo Mary! :)

    Ich habe Dich getaggt. Wenn Du Lust hast ein paar Fragen zu beantworten, dann schau bei mir vorbei. :))

    Liebste Grüße!

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